Allgemein

Die Aufgaben des Heimes stehen im Zusammenhang mit dem Auftrag der Gesamteinrichtung der Markgrafenschule, dem individuellen Förderbedarf der Heranwachsenden sowie der ganzheitlichen Erziehungsmitverantwortung während der Zeit des Heimaufenthalts.
Bestimmte Fördermaßnahmen und therapeutisches Angebot sind durch den Auftrag der Schule zur Sprachförderung oder der individuellen Hilfeplanung vorgegeben und im Heim weiterzuführen oder zu ergänzen.
Für das Heim ergibt sich daraus zunächst die Aufgabe, die Kinder und Jugendlichen in ihrer eigenen Entwicklung bei den sprachtherapeutischen und schulischen Anforderungen optimal zu unterstützen. Eine entsprechende Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen und heilpädagogische Einzelfördermaßnahmen wie z.B. Übungen zur Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit, der Konzentration und der Feinmotorik sind hier notwendig.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Fortführung der sprachtherapeutischen Arbeit und die Förderung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit im Alltag gelegt.
Ein Schwerpunkt ist auf den Aufbau eines geeigneten Lern - und Arbeitsverhaltens gelegt. Hierzu gehört der Aufbau positiver Motivation und Eigenverantwortlichkeit, die richtige Zeitwahl für die Arbeit, das Setzen überschaubarer Schritte beim Arbeiten, der Abbau möglicher Ängste und Lernhemmungen sowie die heilpädagogische Gestaltung der räumlichen Situation.
Da die Kinder in einer wichtigen Zeitspanne ihrer Entwicklung, an Schultagen, außerhalb ihrer Familie leben, kommen dem Heim für diese Zeit auch über den Rahmen der Schule und Therapie hinaus allgemeine Erziehungsaufgaben zu. Die Erzieher sind für die Zeit des Heimaufenthalts die wichtigsten Bezugspersonen und Ansprechpartner für Sorgen und Wünsche der Kinder. Sie organisieren das Zusammenleben in der Gruppe, was für viele Kinder eine neue und wichtige Erfahrung ist und unterstützen das Kind durch gezielte Hilfen und Angebote.
So ist je nach Alter die Erweiterung und Beherrschung lebenspraktischer Fertigkeiten anzustreben, wie z.B. Körperpflege, Kleidung, Umgang mit Geld. Neben der Schule und der therapeutischen Arbeit ist der Freizeitbereich für die Entwicklung unerläßlich. Angemessene Freizeit-, Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeitensollen Ausgleich und Entspannung für die Zeiten des Lernens und Arbeitens bieten.
Bei den Jugendlichen wird die zunehmende Selbständigkeit und Selbstverantwortung angestrebt. Die Vorbereitung auf angemessene Ausgangszeiten gehört dazu; ebenso die Unterstützung und Förderung der sich herausbildenden speziellen Interessen und Neigungen.
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